Die 5 Qualitätsbereiche der QPR ambulant (seit 1. Juli 2026)
- Bereich 1: Unabhängig von den vereinbarten Leistungen – Aufnahmemanagement, Risiken und Gefahren, Anzeichen einer Destabilisierung.
- Bereich 2: Versorgung im Rahmen der vereinbarten Leistungen – z. B. Mobilität, Körperpflege, Ernährung, Ausscheidung, Beratung von Angehörigen.
- Bereich 3: Ärztlich verordnete Leistungen – Behandlungspflege, außerklinische Intensivpflege, psychiatrische häusliche Krankenpflege.
- Bereich 4: Zusammenarbeit mit An- und Zugehörigen, Anzeichen von Gewalt, Vernachlässigung oder Unterversorgung.
- Bereich 5: Qualitätsmanagement, Hygiene und die verantwortliche Pflegefachperson.
Bewertet wird je Qualitätsaspekt in vier Kategorien von A (keine Auffälligkeiten) bis D (Defizit mit eingetretenen negativen Folgen). Dazu kommt eine Abrechnungsprüfung über mindestens sieben Tage.
1. Der Ablauf: Vom Anruf bis zum Prüfbericht
Nach den Qualitätsprüfungs-Richtlinien ambulant kündigt der Medizinische Dienst die Regelprüfung grundsätzlich zwei Arbeitstage vorher an (seit 30. Juli 2026). Für Pflegedienstleitungen bedeutet dies: Es bleibt keine Zeit mehr, unvollständige Akten nachzupflegen. Das Qualitätsmanagement muss das ganze Jahr über lückenlos im System greifen.
Zu Beginn legen Sie die Liste der versorgten Personen nach Anlage 7 vor. Daraus ziehen die Prüfer eine Stichprobe von in der Regel neun Personen – je zwei aus den Teilgruppen A, B und C (Mobilität und/oder Kognition beeinträchtigt) und drei Personen mit aufwändiger Behandlungspflege. Sie besuchen die Personen, führen Fachgespräche mit Ihren Mitarbeitenden und sehen Dokumentation und Abrechnungsunterlagen ein.
2. Die 5 häufigsten Kritikpunkte der Prüfer und wie Sie sie vermeiden
- Veraltete Risikoeinschätzungen: Hat sich der Zustand eines Klienten verändert (z.B. nach einem Sturz), muss die Einschätzung zeitnah überprüft werden – oft reicht eine Anpassung des Maßnahmenplans, bei grundlegenden Veränderungen folgt eine neue SIS. Veraltete Einschätzungen fallen in der Prüfung als Auffälligkeit oder Defizit auf.
- Lückenhafte Wunddokumentation: Bei chronischen Wunden fordert der MD regelmäßige Foto-Verlaufskontrollen, Wundgrößen-Messungen und genaue Angaben zum Wundgrund und Exsudat.
- Abweichungen beim Medikationsplan: Diskrepanzen zwischen dem ärztlichen Medikationsplan und den tatsächlich verabreichten Medikamenten gelten als schwerwiegendes Pflegerisiko.
- Fehlende Unterschriften auf Leistungsnachweisen: Werden erbrachte Leistungen nicht zeitnah vom Klienten oder Betreuer bestätigt, beanstandet der Prüfer die Abrechnungsgrundlage.
- Unklare Schmerzerfassung: Fehlt bei Schmerzpatienten eine standardisierte Schmerzskala (NRS/VAS) oder die Dokumentation der Wirkung verabreichter Analgetika, wird das als Auffälligkeit oder Defizit bewertet.
Die vollständige Checkliste als PDF: Liste nach Anlage 7, Unterlagen für die Abrechnungsprüfung, alle Qualitätsbereiche und der Ablauf des Prüftags – kostenlos herunterladen.
3. Checkliste für den Prüfungstag
4. Wie MediStein Sie vor und während der Prüfung schützt
MediStein wurde in enger Abstimmung mit Qualitätsmanagern deutscher Pflegedienste entwickelt:
- Integrierter QPR-Konformitätscheck: Das System warnt automatisch, wenn eine SIS länger als 6 Monate nicht evaluiert wurde oder Risikoeinschätzungen fehlen.
- Liste nach Anlage 7 auf Knopfdruck: Die Liste der versorgten Personen mit der Prüfbereitschaft jeder Akte ausdrucken und dem Prüfer vorlegen.
- Lückenloser Audit-Trail: Jede Änderung, Vitalwerteingabe und jedes Handzeichen wird unveränderbar mit Zeitstempel und Mitarbeiterkennung protokolliert.
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